Montag, 5. Juli 2010

Anreise

Die Anreise begann am 29.06.2010 zusammen mit meinen beiden Studienkollegen aus Zwickau, Uwe und Lars (Helmut). Wir starteten in Jena am Paradiesbahnhof und fuhren rund 3,5 Stunden mit dem ICE zum Münchner Hauptbahnhof. Dort wurde Uwe gleich von seinem Freund Brenner zum Biertrinken entführt. Helmut und ich trafen uns noch mit Daniel, auch einem Studienkollegen aus Zwickau, ebenfalls auf ein Abschiedsbierchen. Anschließend ging es mit der S-Bahn Richtung Flughafen. Dort haben wir dann auch Uwe wieder getroffen und nach dem Einchecken ging erstmal Richtung
Dubai. Nach 6 Stunden im A-340 sind wir auf dem sagenhaften Flughafen in Dubai sicher gelandet. Nach 4 Stunden Zwischenaufenthalt ging es dann im nagelneuen A-380 weiter nach Sydney. Sagenhaft, sowohl Platzangebot, Größe des Flugzeuges, als auch Entertainment sind mit normalen Flugzeugen nicht zu vergleichen. Nach gut 12 Stunden und einigen Folgen Simpsons, Two and a half man, zahlreichen Filmen und diversen Musiktiteln sind wir im Morgengrauen gut in Sydney gelandet. Nach weiteren 2 Stunden Aufenthalt aufgrund Betanken und und einigen Neuzusteigern ging es dann auf zur letzten Station.....Auckland.
Nach etwa 2,5 Stunden sind wir schließlich im Land der Kiwi's, Schafe und Hobbits gelandet.

Haere Mai (Herzlich Willkommen) im Land der Maori, den Ureinwohnern Neuseelands. Nach dem kurzen Flirt mit der Bundesbeamtin am Schalter wollten wir nur noch unsere Reisekoffer am Karusell 1 abholen und anschließend ins nächst beste Hostel fahren. Doch da hat uns eine Doktorin der University of Auckland ein Strich dur die Rechnung gemacht. Sie hatte Ihren Koffer mit Uwe seinem vertauscht und war schon auf den Weg nach Hause. Glücklicherweise waren die Hilfsbereiten Neuseeländer zur Stelle und haben der Frau hinterher telefoniert, sodass nach einer Stunde warten, die Diebin sich mit dem Diebesgut wieder hat blicken lassen.
Nachdem der erste Schock überwunden war, folgte gleich die nächste "teuere" Nachricht. Wie kommt man vom Flughafen bis ins Zentrum der 19 km entfernten Metropole Auckland???

Taxi, Bus....???

Nach kurzen Verhandlungen mit dem Taxifahrer und einem Angebot von 75 NZ$ entschieden wir uns den Shuttlebus für 45 NZ$ zu nehmen. Gesagt getan, hinein in den Bus, bezahlt hingesetzt und kurz darauf machten sich die Spuren der letzten 32 h bemerkbar. Uwe hat kaum noch die Augen aufhalten können, Helmut hat sich mit seinem Handy versucht wach zu halten und ich hatte auch den Punkt erreicht, wo man einfach nur noch ins Bett will. Jedenfalls am Rand von Auckland angekommen, waren wir uns unsicher wo wir genau aussteigen mussten. Natürlich, wie sollte es anders sein, sind wir viel zu früh ausgestiegen...

Da standen wir drei nun. Jeder bepackt mit Rucksack, Reisekoffer und einem Sack voll Müdigkeit. Es dauerte keine 2 Minuten, da sprach uns eine Asiatin an, ob sie uns helfen könnte und was wir suchen würden. Man muss uns die Verzweiflung echt angesehen haben. Sie beschrieb uns die nahest gelegenen und zugleich billigsten Hostels. Wir waren sehr froh über dieses große Hilfsbereitschaft und wollten uns gerade auf den Weg zum ersten Hostel machen, worauf wie wiederum angesprochen wurden. Diesmal von einer Russin, Lana. Wie es der Zufall wollte war Lana eine Agentin für Apartments, wodurch sie einige Apartments aber auch Hostels kannte. Sie begleitete uns gleich zum ersten Apartment. Allerdings war zu dieser Uhrzeit niemand mehr im Büro und dieses Apartment ist sowieso nur für Langzeitaufenthalte vorgesehen. Somit schlug die erste Anlaufstelle fehl.
Wir entschieden uns als zweites ein billiges Hostel in der Nähe als Ziel anzupeilen. Da uns dort nur eine Notlösung für 33 NZ$ angeboten wurde, entschieden wir uns schweren Herzens weiter zu schauen. Wir nahmen also wiederum all unser Gepäck und liefen im Entengang die Queenstreet, eine der Einkaufsstraßen Aucklands, hinunter. Beim dritten Hostel angekommen teilte man uns mit, das es nur noch 6-Mann Zimmer gäbe. Aufgrund der langen Reisezeit und unserem Zustand, entschieden wir uns abermals dankend abzulehnen doch noch ein eigenes 3-Mann Zimmer zu bekommen. Wir waren wie erschlagen, die Füße brannten, die Arme wurden vom Kofferziehen immer länger, doch wir wollten dieses Zimmer. Drei Querstraßen weiter fanden wir das nächste Hostel: Queens Backpackers

Als ich nach dem Preis fragen wollte empfing mich ein etwa 150kg schwerer großer dunkler Neuseeländer. Er begrüßte mich freundlich fragte wo ich her sei. Als ich erwiederte das ich aus Deutschland komme, war ich sofort sen Freund, da er großer Fussball- und Deutschlandfan war und Deutschland zuvor 4:1 gegen England gewonnen hatte. Er machte mir auf den ersten Blick ein gutes Angebot von 25 NZ$ pro Mann und hatte wie gewünscht auch das 3-Mann Zimmer für uns. Darauf hin buchten wir das Zimmer für eine Nacht, da wir froh waren endlich nach 42 Stunden auf den Beinen etwas gefunden zu haben.
Als wir dann unser ganzes Gepäck in die 2. Etage geschleppt hatten und in den verwinkelten Gängen endlich Zimmer 17A gefunden hatten, traf uns der Schlag. Ein Doppelstockbett und eine einzelne Matratze auf 10 m² und das für insgesamt 75 NZ$. Keine Heizung, ein undichtes Seitenfenster und ein Dachfenster das durch ein Blech verschlossen war, rundeten den Eindruck hier eine echte "Suite" erwischt zu haben ab.

Um wenigstens eine kleine Belohnung für die ganzen Strapazen der mittlerweile letzten 44 Stunden zu bekommen, enntschlossen wir uns doch noch ein Bier trinken zugehen und etwas zu essen. Wir fanden ein gemütlichen Pub in einer Seitenstraße, jedoch hatte hier die Küche schon geschlossen und so bestellte ich 3 Bier an der Bar. Als ich bezahlen wollte, sagte der nette Barkeeper: "33NZ$ PLEASE!!!"
Ich hatte erst 13,3NZ$ verstanden, doch als ihm mein 20NZ$-Schein nicht reichte, wusste ich das wird nicht billig. 6,50 € für einen halben Liter Bier gab uns dann den Rest. Um doch was zu Essen entschieden wir uns dann schnell zu Mc Donalds zu laufen. Das hat auch wunderbar geklappt und so gingen wir dann nach 45 Stunden auf den Beinen und einigen Erfahrungen mehr total übermüdet in unsere "Suite"schlafen.

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Flughafen Auckland

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